Hoffentlich hegen Sie noch die Hoffnung, dass die Christinnen und Christen die katholische Kirche verändern können. Über 250 katholische Theologieprofessorinnen und -professoren geben dieser Hoffnung Ausdruck mit dem Aufruf »Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch«. Die sechs Forderungen lesen Sie unten im Wortlaut. Sie weisen einen Weg in die Zukunft, heraus aus der tiefen Kirchenkrise.

Herzliche Einladung:

Unterzeichnen Sie! Verbreiten Sie die Listen! Suchen Sie Mitunterzeichner!
So geben Sie der Kirchenreform Schwung.

 


Unterschriftenlisten zum Ausdrucken erhalten Sie hier.
 

Ich unterstütze die sechs Forderungen der Theologie-Professorinnen und
-professoren:

1. Strukturen der Beteiligung
2. Gemeinde
3. Rechtskultur
4. Gewissensfreiheit
5. Versöhnung
6. Gottesdienst

 

Bitte füllen Sie alle mit einem Stern (*) gekennzeichneten Felder aus.

Paare (Anrede "Frau und Herr" ausgewählt) werden als 2 Unterschriften gezählt.
 
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Ich bitte um Zusendung weiterer Informationen.
 Unser Versprechen: Nur wenn Sie hier ankreuzen, erhalten Sie weitere Informationen per Post oder E-Mail. Informationen erhalten Sie dann nur von »Wir sind Kirche e.V.«, der Leserinitiative Publik e.V. und der von ihr getragenen und herausgegebenen Zeitschrift Publik-Forum, die seit Ihrer Gründung 1972 den Reformprozess in der Kirche fördert und fordert. Nur in diesem Fall werden Ihre Daten von der Publik-Forum Verlagsgesellschaft mbH im Auftrag der Leserinitiative Publik e.V. gespeichert und auch an »Wir sind Kirche e.V.« weitergegeben. Der Nutzung Ihrer Adresse zu Information- und Werbezwecken können Sie natürlich jederzeit widersprechen.
  
Ich habe bereits an anderer Stelle unterschrieben.
 

 

Die sechs Forderungen:


1. Strukturen der Beteiligung:

In allen Feldern des kirchlichen Lebens ist die Beteiligung der Gläubigen ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der Freiheitsbotschaft des Evangeliums. Gemäß dem alten Rechtsprinzip „Was alle angeht, soll von allen entschieden werden“ braucht es mehr synodale Strukturen auf allen Ebenen der Kirche. Die Gläubigen sind an der Bestellung wichtiger Amtsträger (Bischof, Pfarrer) zu beteiligen. Was vor Ort entschieden werden kann, soll dort entschieden werden. Entscheidungen müssen transparent sein.


2.
Gemeinde:
Christliche Gemeinden sollen Orte sein, an denen Menschen geistliche und materielle Güter miteinander teilen. Aber gegenwärtig erodiert das gemeindliche Leben. Unter dem Druck des Priestermangels werden immer größere Verwaltungseinheiten – „XXL-Pfarren“ – konstruiert, in denen Nähe und Zugehörigkeit kaum mehr erfahren werden können. Historische Identitäten und gewachsene soziale Netze werden aufgegeben. Priester werden „verheizt“ und brennen aus. Gläubige bleiben fern, wenn ihnen nicht zugetraut wird, Mitverantwortung zu übernehmen und sich in demokratischeren Strukturen an der Leitung ihrer Gemeinde zu beteiligen. Das kirchliche Amt muss dem Leben der Gemeinden dienen – nicht umgekehrt. Die Kirche braucht auch verheiratete Priester und Frauen im kirchlichen Amt.


3.
Rechtskultur:
Die Anerkennung von Würde und Freiheit jedes Menschen zeigt sich gerade dann, wenn Konflikte fair und mit gegenseitigem Respekt ausgetragen werden. Kirchliches Recht verdient diesen Namen nur, wenn die Gläubigen ihre Rechte tatsächlich geltend machen können. Rechtsschutz und Rechtskultur in der Kirche müssen dringend verbessert werden; ein erster Schritt dazu ist der Aufbau einer kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit.


4.
Gewissensfreiheit:
Der Respekt vor dem individuellen Gewissen bedeutet, Vertrauen in die Entscheidungs- und Verantwortungsfähigkeit der Menschen zu setzen. Diese Fähigkeit zu unterstützen, ist auch Aufgabe der Kirche; sie darf aber nicht in Bevormundung umschlagen. Damit ernst zu machen, betrifft besonders den Bereich persönlicher Lebensentscheidungen und individueller Lebensformen. Die kirchliche Hochschätzung der Ehe und der ehelosen Lebensform steht außer Frage. Aber sie gebietet nicht, Menschen auszuschließen, die Liebe, Treue und gegenseitige Sorge in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder als wiederverheiratete Geschiedene verantwortlich leben.


5.
Versöhnung:
Solidarität mit den „Sündern“ setzt voraus, die Sünde in den eigenen Reihen ernst zu nehmen. Selbstgerechter moralischer Rigorismus steht der Kirche nicht gut an. Die Kirche kann nicht Versöhnung mit Gott predigen, ohne selbst in ihrem eigenen Handeln die Voraussetzung zur Versöhnung mit denen zu schaffen, an denen sie schuldig geworden ist: durch Gewalt, durch die Vorenthaltung von Recht, durch die Verkehrung der biblischen Freiheitsbotschaft in eine rigorose Moral ohne Barmherzigkeit.


6.
Gottesdienst:
Die Liturgie lebt von der aktiven Teilnahme aller Gläubigen. Erfahrungen und Ausdrucksformen der Gegenwart müssen in ihr einen Platz haben. Der Gottesdienst darf nicht in Traditionalismus erstarren. Kulturelle Vielfalt bereichert das gottesdienstliche Leben und verträgt sich nicht mit Tendenzen zur zentralistischen Vereinheitlichung. Nur wenn die Feier des Glaubens konkrete Lebenssituationen aufnimmt, wird die kirchliche Botschaft die Menschen erreichen.